Wie man seine Zeit plant

Wenn ich meine Werkstatt anrufe, um einen Termin zu vereinbaren, und man mir einen Termin in zwei Wochen nennt, glaube ich meiner Werkstatt. Da sind seriöse Profis am Werk. Die werden Ihre Zeit schon richtig planen.

Wenn mich jemand fragt, ob wir noch Zeit für ein Projekt hätten, falls man überhaupt fragt, glaubt man mir nicht. “Das wird schon irgendwie gehen…” oder “bei so vielen ‘Ressourcen’ im Haus wird sich schon eine Möglichkeit finden.” Im Gegensatz zu Mechanikern sind Projektleiter KEINE seriösen Profis. Wir sind unkoordinierte Herumtreiber.

Wir müssen unsere Zeit also besser nutzen.
Rechnen wir mal kurz zusammen:

Ein normales Jahr hat 8760 Stunden.
Das Wochenende rechnen wir mal raus: 2555 Stunden.
Somit stehen uns Montags bis Freitags 6205 Stunden pro Jahr zur Verfügung.

Planen wir mal großzügig
– 7 Stunden Schlaf: 1820 Stunden
– 2 Stunden zum Kochen und Essen: 520 Stunden
– 1 Stunde Aufwachen, An- und Ausziehem: 260 Stunden
– Werktags 1,5 Stunden Verkehr (der dem Auto): 390 Stunden
– Ca. 60 Mails pro Tag, davon viel nutzloses, sagen wir zwei Minuten pro Mail: 520 Stunden
– Täglich 4 Stunden Meetings und Personalgespräche: 1040 Stunden
– Täglich 2 Stunden operative Unterstützung von Projekten: 520 Stunden
– Täglich 10 Minuten Suche nach einem freien Firmenklo – und Benutzung: 43 Stunden
– Diverse Dienstreisen, Zeit auf Flughäfen: 350 Stunden
– Es bleiben nun noch 742 Stunden Zeit für Kinder, Frau, Lesen, TV, Soziale Netzwerke.

Außerdem trinke ich gerne Kaffee und plane dabei meinen Tag. Diese 15 Minuten pro Tag (65 Stunden) habe ich nicht mehr.
Ich sollte einfach aufhören meinen Tag zu planen. Dann klappt es auch mit dem neuen Projekt.

Na also. Geht doch.

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